Werkzeuge
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Was Werkzeug-Bots übernehmen
Diese Kategorie ist die unauffälligste und die nützlichste. Werkzeug-Bots lösen kleine, konkrete Aufgaben: Erinnerungen setzen, Zeitzonen umrechnen, Zeichenketten kodieren, Farben umwandeln, Kurzlinks auflösen, Nachrichten zu einem Zeitpunkt senden, Informationen zu einem Mitglied nachschlagen.
Sie ersetzen keinen Arbeitsablauf, sie verkürzen ihn. Der Gewinn entsteht dadurch, dass niemand den Server verlassen muss, um etwas nachzusehen — und dass die Antwort im Kanal steht, wo alle sie sehen.
Worauf es bei der Auswahl ankommt
Ein Bot pro Aufgabe oder ein Bot für alles. Beide Wege sind vertretbar. Ein Sammel-Bot spart Einladungen und Befehle, fällt aber vollständig aus, wenn er ausfällt. Mehrere kleine Bots sind widerstandsfähiger, kosten aber Übersicht. Für Server unter tausend Mitgliedern ist ein guter Sammel-Bot meist die richtige Wahl.
Slash-Befehle statt Präfix. Ein Werkzeug wird selten benutzt, und genau deshalb erinnert sich niemand an den Befehl. Slash-Befehle zeigen sich beim Tippen selbst an, mit Beschreibung und Feldern. Ein Werkzeug-Bot ohne Slash-Befehle wird nach zwei Wochen nicht mehr verwendet, weil niemand mehr weiß, wie er heißt.
Erinnerungen, die überleben. Prüfe, ob Erinnerungen einen Neustart des Bots überstehen. Bots, die sie nur im Arbeitsspeicher halten, verlieren sie — und das merkst du erst, wenn eine wichtige nicht kommt.
Zeitzonen richtig. Ein Bot, der Zeiten ohne Zeitzone verarbeitet, erzeugt Missverständnisse statt sie aufzulösen. Gute Umsetzungen fragen einmal nach der Zeitzone und rechnen ab dann für jedes Mitglied einzeln.
Berechtigungen: was nötig ist und was nicht
Die meisten Werkzeuge brauchen nur Nachrichten senden, Nachrichtenverlauf lesen, Dateien anhängen und Externe Emojis nutzen. Manche Sammel-Bots verlangen deutlich mehr, weil sie am Rand auch moderieren.
Genau hier liegt der Punkt, an dem es sich zu prüfen lohnt: Wenn ein Bot als „Werkzeugkasten" auftritt und Mitglieder bannen, Kanäle verwalten und Rollen verwalten verlangt, ist er kein Werkzeugkasten, sondern ein Moderations-Bot mit Zusatzfunktionen. Das ist nicht falsch — aber du solltest wissen, was du einlädst, und die Rechte danach beurteilen.
Administrator braucht in dieser Kategorie nichts.
Typische Fehlgriffe
Der erste ist der Bot, der alles kann und nichts gut. Sammel-Bots mit zweihundert Befehlen haben meist zwanzig gepflegte und hundertachtzig, die seit Jahren unverändert sind. Sieh nach, wann zuletzt etwas passiert ist.
Der zweite sind Präfix-Konflikte. Zwei Bots auf demselben Zeichen führen zu doppelten Antworten. Vor dem Einladen prüfen, ob sich das Präfix ändern lässt — oder gleich Bots mit Slash-Befehlen nehmen.
Der dritte ist die fehlende Dokumentation im Server. Ein Werkzeug, das niemand kennt, wird nicht benutzt. Ein angehefteter Beitrag mit fünf Befehlen, die ihr tatsächlich braucht, bringt mehr als jede Hilfeseite.