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Ratgeber

Den ersten Bot veröffentlichen

· 7 Min. Lesezeit

Was vor dem Einreichen fertig sein muss

Die häufigste Rückmeldung bei einer Ablehnung lautet nicht „der Bot ist schlecht", sondern „der Bot war nicht erreichbar". Bevor du einreichst, geh diese vier Punkte durch — sie kosten zwanzig Minuten und ersparen dir eine Warteschlange.

Der Bot muss online sein und bleiben. Wir laden ihn auf einen Server ein und sehen nach, ob er antwortet. Ein Bot, der nur läuft, während du am Rechner sitzt, fällt durch. Wenn du noch keinen Ort hast, an dem er dauerhaft läuft, ist das der Punkt, an dem du dich darum kümmerst.

Ein Hilfe-Befehl muss existieren. Er ist der einzige Weg, auf dem jemand herausfindet, was dein Bot kann. Ein /help, das die wichtigsten Befehle mit einem Satz Beschreibung auflistet, reicht vollkommen.

Der Support-Server muss echt sein. Wir sehen nach, ob er existiert und ob jemand darin ist. Ein Einladungslink auf einen leeren Server ist schlechter als kein Link.

Die Rechte müssen zur Funktion passen. Das ist der häufigste Grund für Nachfragen. Wenn deine Einladung Administrator verlangt, brauchen wir eine Begründung — und „ist einfacher" ist keine.

Beschreibungen: zwei Sprachen, ein Anspruch

Wir sind zweisprachig, und das gilt auch für Einträge. Du hinterlegst eine deutsche und eine englische Fassung von Kurz- und Langbeschreibung. Fehlt eine, zeigen wir die vorhandene mit einem Hinweis — aber du verlierst damit die Hälfte deiner Sichtbarkeit in Suchmaschinen.

Für die Kurzbeschreibung hast du 160 Zeichen. Sie steht in Listen, in Suchergebnissen und in der Meta-Description. Schreib, was der Bot tut, nicht wie großartig er ist. „Moderation mit Protokoll, Automod und abgestuften Verwarnungen" bringt mehr als „Der beste Moderations-Bot für deinen Server!".

Für die Langbeschreibung hast du Markdown. Was hier hilft: eine Liste der Kernbefehle, ein Satz zu jedem, und ein Abschnitt darüber, welche Rechte wofür gebraucht werden. Was nicht hilft: Sternchen-Reihen, Emojis als Aufzählungszeichen und eine Wand aus Großbuchstaben.

Der Ownership-Nachweis

Discord hat keinen öffentlichen Weg, um zu prüfen, wem eine Anwendung gehört. Wir lösen es über einen zweiten OAuth2-Vorgang mit dem Scope applications.commands.update auf deine Application-ID. Diese Zustimmung kann nur erteilen, wer Eigentümer ist oder im Team der Anwendung steht.

Praktisch heißt das: ein Klick, eine Bestätigung bei Discord, fertig. Klappt es nicht — etwa weil die Anwendung einem Team gehört, in dem du keine ausreichende Rolle hast — gibt es einen zweiten Weg über einen Token, den du vorübergehend in die Beschreibung deiner Anwendung im Developer Portal einträgst.

Was in der Prüfung passiert

Nach dem Einreichen läuft zuerst eine automatische Vorprüfung: Wir zerlegen die Einladungs-URL, prüfen alle Links auf Erreichbarkeit und Reputation, suchen nach Doppeleinträgen und sehen nach, ob der Support-Server existiert. Fällt hier etwas hart durch, bekommst du das sofort zurück, mit konkreter Begründung — dein Eintrag belastet dann gar nicht erst die Warteschlange.

Danach kommt die Handprüfung. Ein Mensch lädt deinen Bot auf einen Server, probiert die beworbenen Kernfunktionen aus und arbeitet eine Checkliste ab. Das dauert in der Regel unter zehn Minuten, wenn der Bot tut, was in der Beschreibung steht.

Drei Ausgänge sind möglich: freigegeben, Änderungen angefordert, abgelehnt. Bei den letzten beiden bekommst du eine Begründung, die sagt, was zu tun ist. „Änderungen angefordert" ist kein Nein — du besserst nach und reichst dieselbe Einreichung erneut ein.

Nach der Freigabe

Dein Eintrag ist öffentlich, und ab da zählt etwas anderes: Der Server-Count kommt über unsere API von dir selbst. Melde ihn regelmäßig — er ist eine der Sortierungen, und ein Bot, der 0 Server meldet, steht ganz unten.

Ändere Beschreibungen ruhig; jede Änderung an einem veröffentlichten Bot erzeugt eine neue Einreichung, aber die alte Fassung bleibt bis zur Freigabe live. Reine Zahlen über die API laufen ohne Prüfung durch.