Discord-Bot kostenlos hosten
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Warum dein Bot überhaupt einen Ort braucht
Ein Discord-Bot ist ein Programm, das dauerhaft laufen muss: Er ist genau so lange online, wie sein Prozess irgendwo läuft. Auf deinem Rechner funktioniert das, bis du den Deckel zuklappst; danach ist der Bot offline, und der Server, der sich auf ihn verlässt, merkt es sofort. Die eigentliche Frage nach dem ersten fertigen Bot lautet deshalb nicht „wie schreibe ich noch einen Befehl", sondern „wo läuft das Ding, wenn ich schlafe".
Die vier realistischen Wege
Der eigene Rechner ist zum Entwickeln richtig und zum Betreiben falsch. Er kostet nichts Zusätzliches, aber der Bot lebt und stirbt mit deiner Sitzung. Für einen Test-Server in Ordnung, für alles andere nicht.
Ein Raspberry Pi ist der Klassiker für den Dauerbetrieb zu Hause. Einmalig rund 60 bis 90 Euro, ein paar Watt Strom, und ein kleiner Bot läuft darauf jahrelang. Der Preis ist versteckt: Du bist der Administrator. Updates, Neustarts nach Stromausfall, ein Prozessmanager wie systemd, damit der Bot nach einem Absturz wiederkommt. Wer das lernen will, lernt dabei viel; wer nur einen laufenden Bot will, kauft sich hier Arbeit ein.
Ein VPS ab etwa vier bis fünf Euro im Monat ist die flexibelste Lösung und dieselbe Arbeit wie der Pi, nur auf fremder Hardware mit besserer Anbindung. Sinnvoll, sobald ein Bot Nutzer hat, die sich auf ihn verlassen, oder mehr Arbeitsspeicher braucht, als kostenlose Angebote hergeben.
Kostenloses Bot-Hosting ist der schnellste Weg vom Code zum laufenden Bot: Repository verbinden, Token als Umgebungsvariable setzen, starten. Kein eigenes Betriebssystem, keine Prozessverwaltung. Die Grenzen stehen im nächsten Abschnitt, denn sie sind der Teil, den die Werbung weglässt.
Was „kostenlos" wirklich bedeutet
Rechnen hilft: Arbeitsspeicher und Strom kosten Geld, also muss jeder kostenlose Tarif irgendwo sparen. Seriöse Anbieter sagen, wo. Üblich sind wenig Arbeitsspeicher (für einen kleinen Bot reichen 100 bis 256 MB tatsächlich), begrenzte Laufzeit je Start oder ein regelmäßiges manuelles Verlängern, und keine Garantie, dass die Maschine nie neu startet.
Unser eigenes Hosting hier gehört in diese Kategorie, und die Grenzen stehen offen dabei: Der freie Tarif läuft 48 Stunden je Start und startet nicht von selbst neu; ein Bot je Person. Zum Ausprobieren und für kleine Server reicht das, für einen Bot mit echtem Publikum ist der bezahlte Tarif oder ein VPS die ehrlichere Antwort. Dass ein Eintrag im Verzeichnis dabei gleich mit entsteht, ist der Grund, warum es das Angebot gibt.
Misstrauisch werden solltest du bei zwei Dingen. Erstens bei „unbegrenzt und für immer kostenlos" ohne Erklärung, wovon der Anbieter lebt; solche Dienste verschwinden gern über Nacht, und dein Bot mit ihnen. Zweitens bei allem, was deinen Quellcode oder Token einsammelt, ohne dass erkennbar ist, wer dahintersteht. Der Token ist der Vollzugriff auf deinen Bot. Gib ihn nur einem Dienst, dem du auch dein Discord-Passwort nicht ungern zeigen würdest, und setze ihn im Developer Portal zurück, wenn du einen Anbieter verlässt.
Woran du die richtige Wahl erkennst
Für den ersten Bot: kostenloses Hosting oder der eigene Rechner, bis klar ist, dass der Bot bleibt. Für einen Bot mit einem Dutzend Servern: ein kleiner bezahlter Tarif oder ein Pi, je nachdem, ob du Administrator sein willst. Für alles darüber: ein VPS und ein Prozessmanager.
Und in jedem Fall: Der Bot gehört so gebaut, dass ein Neustart ihm nichts ausmacht. Zustand in eine Datei oder Datenbank, Token in die Umgebung, Start mit einem Befehl. Dann ist ein Umzug zwischen all diesen Optionen eine Sache von Minuten, und die Entscheidung von heute legt dich nicht fest.